In diesem Modul geht es um die Stabilisierungssphase
eines kulturellen Systems. System haben
wir in Modul I als komplexe raum-zeitliche
Matrix definiert. In Modul II geht es um die Enstehungsbedingungen
und Entwicklung kultureller Systeme. Nach der markanten
Projektion in den Raum und dem Erreichen einer gewissen Stabilität
muss nun ein Raum-Zeit-Kontinuum
geschaffen werden, um den Trägern eines kulturellen Systems längst-
und größtmöglichstes Identifikationspotenzial
zu garantieren. Es werden Strategien
der Aufrechterhaltung benötigt. Zeit-Kontinuität lässt
sich nur mithilfe der Gedächtnisfunktion
realisieren. Jan
Assmann geht sogar so weit zu sagen, dass eine Kultur mit
ihrem Gedächtnis identisch sei (1992). Um Mnemo-Techniken
und die grundsätzlichen Bedingungsmerkmale
eines kulturellen Systems geht es in diesem Modul. Sehen wir uns dazu
die Animation der Systemdynamik an, die die Prozesshaftigkeit
der systemischen Entwicklung darzustellen versucht: 